Wochenkurse (Mo.-Fr.)

Wochenkurse finden von Montag bis Freitag statt, umfassen mindestens 20 Unterrichtsstunden und kosten 390 Euro/Person.
Der Unterricht beginnt am Montag mit einer gründlichen Einführung und verteilt sich dann üblicherweise auf zwei Stunden am Vor- und zwei Stunden am Nachmittag. Um in jedem Falle ein intensives Erleben und Lernen zu ermöglichen, liegt die Schülerzahl bei vier bis maximal acht Personen. Bei Über- oder Unterschreitung der Teilnehmerzahl wird das Stundenkontingent aufgestockt bzw. reduziert.

Preis pro Person: 390,00 Euro

Unsere Wochenkurs-Themen:

Geländetraining: Den Buschreitern auf der Spur - aber ganz gemütlich

Wegen des großen Interesses an unserem Tageskurs zum Geländetraining, bietet Sascha Ballerstädt dazu jetzt auch einen Intensivkurs an. An fünf Tagen dreht sich alles um ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Pferd und Reiter und darum, wie man es auch beim Erkunden unbekannten Terrains pflegt. Es geht um Sicherheit, um den praktischsten Sitz und darum, wie ich mein Pferd an scheinbar gefährlichen Mülltonen, wehenden Plastiktüten oder aus einem Graben aufflatternden Enten vorbei geleitet. Dafür werden unter anderem Elemente aus den Gelassenheitsprüfungen vom Boden und vom Sattel aus geübt. Es gibt ein bisschen Theorie und natürlich jede Menge Praxis: auf dem Platz, zwischen Hohlwegen und liegenden Baumstämmen auf unserer hofeigenen, kleinen Geländestrecke und im an unser Grundstück angrenzenden Wald. Voraussetzung für die Teilnahme ist laut Sascha „viel gute Laune und im Zweifel eine Regenjacke.“

Anfängerkurs: Der Traum vom Glück dieser Erde

Sie können tief durchatmen. Besonders in unseren Anfängerkursen gilt das Motto „Alles kann, nichts muss.“ Mit viel Zeit und Ruhe zeigen wir Ihnen, wie man mit einem Pferd Freundschaft schließt. In der Gemeinschaft mit anderen Anfängern machen Sie sich auf den Weg zum Glück dieser Erde und wählen dabei Ihr persönliches Wohlfühltempo. So, dass Sie jeden Schritt mit Lust und Laune gehen können. Im geschützten Rahmen unserer Reithalle bekommen Sie Einblicke in die Psyche der Pferde, greifen erstmals zu Striegel und Hufkratzer und erleben, wie gut Sie unseren Pferden tun können. So gut, dass diese Sie geradezu in den Sattel einladen werden.

Auf dem Weg zum Dialog: Wie sage ich es meinem Pferd?

Woher wissen Pferde eigentlich, was wir meinen, wenn wir den Schenkel anlegen, schnalzen, das Gewicht verlagern ...? In unserem Kurs „Wie sage ich es meinem Pferd“ zeigen unsere Reitlehrer zunächst mit einem Pferd, wie die Tiere lernen und in welchem Rahmen sie besonders neugierig auf die Zusammenarbeit mit dem Menschen sein können. Dann geht es darum, gemeinsam zu üben, das Pferd bestmöglich zu unterstützen und ihm erst vom Boden und später vom Sattel aus zu erklären, was wir als Reiter mit Stimme, Schenkel, Zügel, Kreuz und Gerte ausdrücken möchten. Ihr fragt und die Pferde werden antworten. Seid neugierig auf das, was „euer“ Pferd euch zu sagen hat, spürt nach, wann es euch wirklich versteht und tretet in einen echten Dialog mit ihm ein.

Anfängerkurs 50+: „Unser bisher ältester Anfänger war 67 Jahre alt“

Es ist nie zu spät, um sich den Traum vom Reiten zu erfüllen. Unser bisher ältester Anfänger war ein Herr, der mit 67 Jahren bei uns zum ersten Mal auf einem Pferd saß und sich mit ungefähr 90 Jahren für 20 Jahre „wunderbaren Reitens“ bedankte. Mit viel Zeit und Ruhe zeigen wir Ihnen, wie man mit einem Pferd Freundschaft schließt. In der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen machen Sie sich auf den Weg zum Glück dieser Erde und wählen dabei Ihr persönliches Wohlfühltempo. So, dass Sie jeden Schritt mit Lust und Laune gehen können. Im geschützten Rahmen unserer Reithalle bekommen Sie Einblicke in die Psyche der Pferde, greifen erstmals zu Striegel und Hufkratzer und erleben, wie gut Sie unseren Pferden tun können. So gut, dass diese Sie geradezu in den Sattel einladen werden.

Bodenarbeit detailverliebt: Für Pferdefreunde, die es ganz genau wissen wollen

Wie kommunizieren Pferde untereinander? Wie kann ich als Mensch in diese Kommunikation einzusteigen? Für Wolfgang Marlie ist die Bodenarbeit das, was für den Piloten der Flugsimulator ist. Er nutzt sie, um sich Pferden als vertrauenswürdig und berechenbar zu präsentieren, um ihnen Sicherheit zu geben und im Gegenzug Sicherheit von ihnen zu bekommen. Und er sagt, dass er sich heute auf kein Pferd mehr setzt, dem er nicht vorher seine Art sich auszudrücken, vom Boden aus nahe gebracht hat. Dabei werden alle Sinne der Tiere angesprochen (ja, auch die Geschmacksnerven), einzelne Hufbewegungen wie kleine Kunstwerke inszeniert, Blickrichtungen dirigiert und Signale, beispielsweise für Gangartenwechsel, geübt. Zum Ende des Kurses wird aus den vielen Minischritten ein Gesamtkunstwerk: ein Zwiegespräch, bei dem die Pferde so neugierig auf uns und unsere Wünsche sind, dass sie für Außeneinflüsse immer weniger Zeit noch Raum haben.
Eine detailverliebte Bastelwoche für Pferdefreunde, die es ganz genau wissen wollen.

Bodenarbeit und Reiten: Die Wundertüte unter unseren Kursen

Wie kommuniziert man mit einem freilaufenden Pferd? Kann man es auch ohne Halfter und Strick putzen? Und was nützen mir Erkenntnisse aus der Bodenarbeit, wenn ich im Sattel sitze? Sascha Ballerstädt und Anya Paulsen bringen Mensch und Tier in Schwung: Die Teilnehmer bewegen eins, zwei, drei oder auch ganz viele Pferde durch die Halle, dirigieren sie mit großen und mit kleinen Gesten und kommen so ins Gespräch. Alles kann, nichts muss! Jeder macht das, womit er sich wohl fühlt und zum Wohlbefinden „seines“ Pferdes beiträgt. Bei Führübungen geben zwei Teilnehmer einem Pferd gemeinsam doppelten Halt, sie longieren sich gegenseitig und/oder machen sich einzeln im Sattel auf den Weg zur Erkenntnis. Es geht darum Pferde besser zu verstehen, ihre Neugier auf den Umgang mit Menschen zu wecken und es geht um Ihre individuellen Wünsche: Zum Auftakt kann jeder Teilnehmer anmelden, was ihn besonders interessiert - oder sich einfach von der Wundertüte unter unseren Kursen überraschen lassen.

Wie von Zauberhand bewegt: Den Pferden in die Seele geschaut

„Von den Pferden, die mich an den Rand des Wahnsinns gebracht haben, habe ich am meisten profitiert." Woran das liegt und welche Einblicke in die Seelen der Pferde Wolfgang Marlie auf seinem Weg bekommen hat, erzählt er in diesem Praxis-Kurs. Im Vergleich zum Wochenendangebot gibt es hier mehr Zeit für Experimente und zum selber Ausprobieren, vom Boden und vom Sattel aus: Wie erweise ich mich als vertrauenswürdig? Wie bringe ich Pferden eine Grundkommunikation bei und wie bleibe ich auch dann liebevoll und neugierig, wenn mich ein Pferd völlig falsch oder gar nicht versteht? Die Teilnehmer erleben, wie sie scheinbaren Problempferden aus ihrer Not heraus helfen können und warum es oft die am stärksten wirkenden Tiere sind, die den meisten Halt brauchen. Dabei darf auf Wunsch viel ausprobiert oder einfach „nur“ zugeguckt werden. Jeder so, wie er mag. Eine Woche für Pferdefreunde, die unsere Arbeit (noch intensiver) kennenlernen möchten und sich Raum und Zeit für Freundschaft am und auf dem Pferd wünschen.

Schnupperkurs: Ein Probierteller voller Häppchen

Diese fünf Tage sind wie ein Probierteller, auf dem wir einzelne Elemente aus unseren anderen Wochenkursen gemeinsam anbieten: Am ersten Tag geht es um Bodenarbeit, dann bringen wir die Erkenntnisse aus der Bodenarbeit in den Sattel, Mittwoch widmen wir uns dem Reitersitz, Donnerstag der Hilfengebung und am Freitag gibt es ein Geländetraining. Ein Kurs für Reiter, die unsere Arbeit (noch besser) kennenlernen, die ein Häppchen hier von und ein Häppchen da von probieren möchten.

Zeit für Pferde: Sicherheit und Anregung

Im Herbst 2018 gab Wolfgang der Webside „Pferdekult“ ein Interview, in dem er gefragt wurde, was artgerechte Pferdehaltung für ihn bedeute. Antwort: Artgerechte Pferdehaltung heißt für mich, Zeit für ein Pferd zu haben, mich ihm wirklich zuzuwenden, ihm Sicherheit und Anregung gleichzeitig anzubieten.“ Zeit für Pferde haben …? Sicherheit und Anregung? Gern, aber wie denn? In unserem neuen Kurs zeigt Wolfgang, mit Unterstützung seiner Kollegen, wie Mensch und Tier eine gute Zeit miteinander haben können: Bei der Bodenarbeit, beim Spazierengehen, vielleicht beim Klettern, beim Reiten, einer schönen Massage … Und wie sagt Wolfgang weiter? „Ich möchte meinem Pferd Lust darauf machen, mit mir ins Abenteuer zu ziehen. Und wenn mir gar nichts Anderes mehr einfällt, setze ich mich zu ihm in die Box und lese die Zeitung vor.“

Wiederholungstäter aufgepasst! Saschas Wunschkonzert für Stammgäste

Dieser Kurs ist Saschas Antwort auf die Frage: „Wie geht es weiter, wenn man die meisten Kurse schon gemacht hat?“ Wer schon öfter bei uns war, sattelfest ist und beispielsweise die Kurse Bodenarbeit & Reiten, Hilfengebung, vielleicht auch das Geländetraining mit Lust und Laune absolviert hat, der ist in dieser Woche richtig.
Wir starten sie mit einem Wunschkonzert: Wer möchte was machen? Wollen wir Bekanntes verfeinern oder mal ein ganz neues Feld erobern? Wie viele Themen bekommt man wohl in fünf Tagen unter? Wir probieren es aus! Vielleicht schmeißen wir unsere Pläne zwischendurch auch mal über den Haufen und bummeln im Schritt über den Hof? Sascha lässt sich da genauso überraschen, wie ihr hoffentlich auch und freut sich auf die Zeit mit euch. Auf die Zeit mit euch und auf Zeit dafür, mal wieder etwas Neues auszuprobieren

Winterwanderung mit Pferden

„Die drei Stunden Autofahrt zurück nach Berlin erzählten sie mir mit strahlenden Augen, wie wunderbar es doch im Winter an der Ostsee sei. Dass sie damit nicht gerechnet hätten, sie ganz hin und weg seien, geradezu verzaubert…“ So steht es unter der Überschrift „Winterliebe Ostseeküste“ im Reise-Blogg „Go Girl! Run!“ und auch wenn es für uns eher „Go Girl! Ride!“ heißen müsste, ist „verzaubert“ natürlich das passende Stichwort: Wir schlagen vor, lasst euch von der Vorweihnachtszeit an der Ostsee verzaubern. Von leeren Stränden, klirrendklarer Luft, von Weihnachtsmärkten mit Blick aufs Meer und von der Möglichkeit, die Schönheiten der Küste und der Jahreszeit gemeinsam mit uns und unseren Pferden zu erkunden … Und hinterher wärmen wir uns bei Glühwein und Gesprächen über gerade erlebte Abenteuer die dickbesockten Füße am Kamin. An den Strand? Mit unseren Pferden? Diese Idee war Wolfgang doch bisher ein Graus! Sah er dabei nicht immer zum Lastenträger degradierte Schulpferde stumpf durch den Sand stapfen? Na ja, vielleicht ein bisschen schon. Und tatsächlich waren solche Ritte deshalb für uns nie ein Thema. Und um Reiten geht es auch jetzt noch nicht unbedingt. Im vergangenen Winter war Wolfgang erst mit Rike und ihren Ponys (dazu ist im Magazin „Feine Hilfen“ gerade eine Reportage erschienen) und später mit Franzi und Floppy (siehe Film ganz oben auf unserer Facebookseite) viel am Strand unterwegs. Bei Sonne, Regen, Wind – egal. Es waren Erlebnisse, die frische Ideen in seinen Kopf pusteten: Wanderungen mit Pferden! Oh ja! Und weil der Wald im Sommer den Mücken und der Strand spärlich bekleideten Sonnenanbetern gehört, eben Winterwanderungen. Was für eine tolle Abwechslung für die Pferde! Zumindest wenn ihnen die Ausflüge so serviert werden, dass sie sich dabei zwischen uns sicher fühlen und neugierig werden können. Wolfgang: „Ich habe damit dieses Jahr so gute Erfahrungen gemacht! Die möchte ich mit euch teilen! Erst lernt ihr die Pferde, die wir mitnehmen wollen, ein bisschen kennen und wir überlegen, wie wir ihr Grundbedürfnis nach Sicherheit erfüllen können. Dann fangen wir mit kleinen Spaziergängen im Wald an und tasten uns im Laufe der Tage gemeinsam, gern zu zweit oder auch zu dritt mit einem Pferd, in dem Tempo vorwärts, das für die Pferde und für uns passend ist.“ Wie weit die Gruppe dabei kommt, wie viele Brombeer-Pausen (die pieksigen Blätter erfreuen sich ganzjähriger großer Beliebtheit) sich die Pferde wünschen, wie wir ihnen das Weitergehen schmackhaft machen und ob vielleicht auch geritten wird … vieles ist möglich, nichts ist verpflichtend.

Zwischen Kaminfeuer und Reithalle

Diese neue Kursidee stammt von Sascha und Wolfgang gemeinsam: Zwischen Reithalle und Kaminfeuer oder zwischen Sattel und Sessel … das lässt sich beliebig weiter ausfantasieren. Auf jeden Fall berücksichtigen die Beiden dabei, dass es im Winter eben nicht sommerlich warm ist: Sascha sorgt im praktischen Unterricht in Bodenarbeit und Reiten dafür, dass ihr euch wohltemperiert fühlt. Und Wolfgang kümmert sich darum, dass eure Köpfe rauchen: er gibt euch im Stall, in der Halle oder am Kamin herzerwärmende Einblicke in das Seelenleben der Pferde. Inhaltlich immer abhängig von euren Fragen und den Themen (Kommunikation, Lernverhalten, Herdenstruktur …), die unsere Schul- oder auch Gastpferde gerade umtreiben.