St.Georg

Zeitungsartikel aus dem Pferdesport und Pferdezucht-Magazin "St. Georg"

Reitenlernen mit System

Eingebettet in die hügelige Landschaft der Holsteinischen Schweiz mit ihren Seen und Wäldern liegt die im Landhausstil eingerichtete Reiterpension Marlie. Nur vier Kilometer von der Ostsee entfernt, steht für den Ritt ins Gelände außerhalb der Badesaison auch der Strand zur Verfügung. Maximal 43 Gäste können in den geräumigen, behaglich eingerichteten Doppel- und Einzelzimmern des Haupt- und Gästehauses untergebracht werden.

Ein Besuch bei Marlie ist eine Runde Sache

Unbedingt fehl am Platz ist jedoch, wer eine mondäne Umgebung und das entsprechende Umfeld sucht. Die Reiterpension Marlie ist ein idealer Ferienort für Familien - Kinder sind gerngesehene Gäste - und Einzelpersonen, die in erster Linie das Reiten und Reitenlernen in den Vordergrund stellen. Es ist auffallend, daß nur wenige Gäste das große Freizeit- und Kulturangebot der nahen Ostseebäder - außer des Schwimmens im Sommer - suchen. Vor allem abends scheint das Kaminzimmer zum Plaudern und Fachsimpeln anziehender. Es ist der Treffpunkt der Gäste mit den Besitzern, die um eine familiäre, gemütliche Athmosphäre bemüht sind.Ganz wichtig ist, daß sich Marlies reitsportliche Gäste auf ein neues Reit- und Unterrichtsgefühl einstellen müssen.

Wolfgang Marlie unterrichtet zwar durchaus nach der klassischen Reitlehre, geht dabei aber einen sehr gründlichen individuellen Weg, um seinen Schülern eine solide dauerhafte Grundlage zu vermitteln. An erster Stelle kommt dabei ein gelöster Sitz mit Schenkel- und Gewichtshilfen. In diesem Stadium wird mit hingegebenem Zügel geritten. Es mag manchen erstaunen, wie regulierbar die Pferde auch ohne Zügelhilfe bleiben. Stark treibende bzw. drückende Schenkelhilfen lehnt Wolfgang Marlie ab. Er befürwortet "leichte" Hilfen, auf die seine Pferde sofort und Privatpferde ebenfalls ziemlich rasch reagieren. 

Erst wenn ein Reiter das marliesche System "verdaut" und verinnerlicht hat, werden die Zügel aufgenommen. Dieses ist aber erst nach mehreren Stunden der Fall.Die rund zwölf Schulpferde sind ausgesprochen rittig und gehen alle ohne Hilfszügel.Außerdem wird prinzipiell nur in kleinen Gruppen geritten. Gäste, die mit dem eigenen Pferd Urlaub machen, finden in der Reiterpension Marlie einen geeigneten Ort, sich und ihr Pferd korrigieren und fördern zu lassen. Dabei liegt der Schwerpunkt eindeutig auf der Dressur.