Julia Neßler

Mit Achtsamkeit bis zur hohen Schule

Ihre Premiere als Reitlehrerin hatte  Julia (Jahrgang 1988) mit etwa zwölf Jahren. Da gründete sie mit ihrem eigenen Pferd einen Ponyclub für gleichaltrige Mädchen aus der Nachbarschaft  – und wusste ganz sicher, was sie machen wird, wenn sie groß ist: Traumberuf Pferdetrainerin und Reitlehrerin.

Die angepeilte Ausbildung zur Pferdewirtin ließ sie allerdings sausen („Ich konnte mich mit den Methoden des Ausbildungsbetriebs nicht anfreunden“) und pflasterte sich stattdessen ihren eigenen Weg: Andrea-Kutsch-Akademie, Linda Weritzs Institut für Pferdekommunikationswissenschaft mit dem Abschluss zur Pferdeverhaltenstherapeutin, Weiterbildungen zu Pferdehaltung und –fütterung, Sattelkontrolle, Physiotherapie und alternativen Behandlungsmethoden.

Wichtigster Baustein bei alledem: Achtsamkeit. Achtsamkeit dem Pferd, jedem Ohrenspiel, jeder Reaktion gegenüber. Und Achtsamkeit für sich selbst, für das eigene Verhalten, die eigene Körpersprache. Obwohl oder gerade weil sie bis zur hohen Schule reitet und ausbildet, ist die Bodenarbeit ein wichtiger Teil ihrer Arbeit. Und das auch von klein auf: „Ich habe schon als Kind gern mein Pony durch unsere selbstgebauten Parcours geführt. Mir ging es schon immer mehr um die Zeit mit dem Pferd, als um das, was ich in dieser Zeit gemacht habe.“

Mit dem Wunsch, die Beziehung zwischen Menschen und Pferden zu verbessern, ist sie als Reitlehrerin und Pferdeverhaltenstherapeutin in ganz Europa unterwegs und entspannt seit März 2022 als unsere Teilzeit-Kollegin beim Unterricht für unsere Gäste. Julia lacht: „Wolfgang sagt abends, bevor ich nach Hause fahre, oft, dass ich mich von seinem Betrieb erholen solle. Ich antworte dann immer, dass es umgekehrt sei. Ich käme so gern zum Arbeiten auf seine Anlage, weil ich mich in dieser entspannten Atmosphäre so gut erholen und entschleunigen kann.“

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