Wolfgang Marlie unterrichtet zwar durchaus nach der klassischen Reitlehre, geht dabei aber einen sehr gründlichen individuellen Weg, um seinen Schülern eine solide dauerhafte Grundlage zu vermitteln. An erster Stelle kommt dabei ein gelöster Sitz mit Schenkel- und Gewichtshilfen. In diesem Stadium wird mit hingegebenem Zügel geritten. Es mag manchen erstaunen, wie regulierbar die Pferde auch ohne Zügelhilfe bleiben. Stark treibende bzw. drückende Schenkelhilfen lehnt Wolfgang Marlie ab. Er befürwortet "leichte" Hilfen, auf die seine Pferde sofort und Privatpferde ebenfalls ziemlich rasch reagieren.
Erst wenn ein Reiter das marliesche System "verdaut" und verinnerlicht hat, werden die Zügel aufgenommen. Dieses ist aber erst nach mehreren Stunden der Fall.Die rund zwölf Schulpferde sind ausgesprochen rittig und gehen alle ohne Hilfszügel.Außerdem wird prinzipiell nur in kleinen Gruppen geritten. Gäste, die mit dem eigenen Pferd Urlaub machen, finden in der Reiterpension Marlie einen geeigneten Ort, sich und ihr Pferd korrigieren und fördern zu lassen. Dabei liegt der Schwerpunkt eindeutig auf der Dressur.
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