Feedback Martina K.:
Bevor ich im letzten Sommer den Kurs „Sitz- und Hilfengebung“ besuchte, war ich leider an einen Punkt gelangt, wo ich kurz vor dem Aufhören meines ehemals heiß geliebten Hobbys stand.
Ich bin durch Zufall erst sehr spät zum Reiten gekommen. Ich fand eine Pferdebesitzerin, die mir als Anfängerin ihren Tinka zur Verfügung stellte und eine Reitlehrerin, die mir mit Ruhe und Geduld den Spaß am Reiten vermittelte.Meine Probleme fingen an als die Besitzerin meines Reitpferdes wegzog und meine Reitlehrerin aufhörte Stunden zu geben. Ich fand in dem kleinen Stall keinen Nachfolger. Also klapperte ich die umliegenden Reitschulen ab, schaute mir den Unterricht, die Pferde und ihre Haltung an, bis ich glaubte etwas passendes gefunden zu haben. Aber dann fingen meine Probleme erst richtig an.
Ich war einen ganz anderen Umgang mit Pferden gewohnt, die Reitstunden waren vorher so ungezwungen und machten uns allen Spaß. Meine Ex-Trainerin achtete peinlich auf unser Verhalten und Umgang mit den Pferden.
Jetzt sah ich oft abgestumpfte, zusammen geschnürte Pferde, die irgendwie ihren Job verichteten. Der Unterricht war so anders geworden. Ich hörte Sätze wie: “ tritt mal richtig zu, der veräppelt Dich doch nur!“ oder „…hau mal ordentlich drauf, der braucht das!“
…und ich veränderte mich auch. Ich wurde steif, unkonzentriert, war oft ungeduldig und bekam zum Schluss sogar Angst.
Ich dachte, ich hätte verlernt zu reiten – mein Sitz war Schuld!
Ihren Kurs „Sitz- und Hilfengebung“ buchte ich als letzte Rettung. Eigentlich wollte ich aufhören.
Ich genoss den Galopp auf Juniora, ich fühlte mich so wohl und sicher auf dem Pferd wie schon lange nicht mehr…das war’s was ich so lange vermisst hatte. Unverkrampft, locker reiten, spaß dabei haben und mit einem guten Gefühl absatteln!
Den Unterschied merkte ich nach meiner Rückkehr sofort in der ersten Reitstunde. Angstfrei und locker wie an der Ostsee reiten und fairen Umgang mit „meinem“ Schuli pflegen!
Seitdem versuche ich, etwas in den Reitstunden für mich und „mein“ Pferd Schulpferd zu verändern…Was kann falsch sein, wenn ich Reiten als Teamsport ansehe, bei dem ich zwar der führende teil sein will, dies aber nicht mit jedem beliebigen Mittel durchsetzen will?
Es sind nur kleine Dinge, die ich versuche zu ändern, aber ich fühle mich wieder besser und glaube, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ans Aufhören denke ich z.Zt auf gar keinen Fall!
Zum schluß möchte ich mich noch bei Ihnen Frau Reger und Ihrem Team für eine schöne Urlaubswoche und den wiedergefundenen Spaß am Reiten recht herzlich bedanken.
Mit freundlichen Grüßen, Martina K.
keine(r)Aktualisiert am Freitag, 24. Juli 2009
Kategorie Feedback/ Erfahrungsberichte


